Angebot

Flexible Bedienformen

Auch im Jahr 2016 wurde die Arbeit am Leitprojekt zu flexiblen Angeboten und Bürgerbussen in der Metropolregion Hamburg zusammen mit der NAH.SH GmbH, der Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen mbH sowie 19 kommunalen Partnern aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern fortgesetzt.

Damit flexible Angebote und Bürgerbusse für Fahrgäste attraktiv und einfach nutzbar sind, wurde ein umfangreicher Werkzeugkasten mit Empfehlungen zur Harmonisierung und zur Ausgestaltung zusammengestellt. Er enthält Standards zu allen relevanten Themen sowie technische, organisatorische und rechtlichen Lösungen: Anwendungsgebiete, Angebots- und Leistungsmerkmale, Betreibermodelle und Vertragsgestaltung,

Buchung und Disposition, Tarif und Fahrgastinformation, Fahrzeuge, Kosten und Finanzierung. Kurz: Der Werkzeugkasten enthält alle Informationen und unterstützende Materialien zu den Arbeitsschritten, die erforderlich sind, um flexible Bedienformen und Bürgerbusse in einer Region oder Kommune zu realisieren. Unter www.metropolregion.hamburg.de/mobilitaet steht der Werkzeugkasten zum Download bereit.

Damit flexible Angebote und Bürgerbusse für Fahrgäste attraktiv und einfach nutzbar sind, wurde ein umfangreicher Werkzeugkasten mit Empfehlungen zur Harmonisierung und zur Ausgestaltung zusammengestellt. Er enthält Standards zu allen relevanten Themen sowie technische, organisatorische und rechtlichen Lösungen: Anwendungsgebiete, Angebots- und Leistungsmerkmale, Betreibermodelle und Vertragsgestaltung, Buchung und Disposition, Tarif und Fahrgastinformation, Fahrzeuge, Kosten und Finanzierung. Kurz: Der Werkzeugkasten enthält alle Informationen und unterstützende Materialien zu den Arbeitsschritten, die erforderlich sind, um flexible Bedienformen und Bürgerbusse in einer Region oder Kommune zu realisieren. Unter www.metropolregion.hamburg.de/mobilitaet steht der Werkzeugkasten zum Download bereit.

Busbeschleunigung

Im Rahmen der Busbeschleunigung Hamburg wurden im Jahr 2016 die Planungen auf den Linien 2, 3, 6 sowie 20 und 25 weiter entwickelt. Dazu wurde eine Vielzahl von baulichen Maßnahmen vorbereitet und umgesetzt. Der HVV hat dabei die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) maßgeblich unterstützt.
Um bei den weiteren Planungen zur Busbeschleunigung eine breite Akzeptanz zu erreichen, wurden Planungswerkstätten mit Bürgerbeteiligung durchgeführt. Dadurch sollen bei zukünftigen Planungen die Interessen der Bürger und der Gewerbetreibenden bereits in die ersten Überlegungen zur Umgestaltung aufgenommen werden, um einen weitgehenden Konsens der vorgesehenen Umbaumaßnahmen zu erreichen. Insbesondere bei neuralgischen Streckenabschnitten und wichtigen Verknüpfungspunkten haben sich diese Veranstaltungen bewährt.

MetroBus-Linie 3
Mit dem Umbau der Stresemannstraße und der Luruper Chaussee wurde im Bereich der Stadionstraße eine neue Buskehre eingerichtet und in Betrieb genommen. Dadurch werden die an der Bahrenfelder Trabrennbahn endenden Fahrten auf der Linie 3 bis zur Haltestelle Stadionstraße weitergeführt. Die bisher nur durch die MetroBus-Linie 2 bedienten Haltestellen Luruper Chaussee/DESY und Stadionstraße werden nun auch durch die Linie 3 bedient. In der neuen Buskehre befindet sich eine Elektro-Ladestation für den zukünftigen Elektrobus-Einsatz auf der Linie 3. Eine weitere Ladestation wurde am westlichen Linienendpunkt am Kraftwerk Tiefstack in Betrieb genommen. Für den Haltestellenbereich Bahrenfelder Trabrennbahn am Ebertplatz wurde eine Neuordnung der Haltestellen erarbeitet, die die Umsteigevorgänge zwischen den Linien 1, 2, 3 und 286 verbessern soll.
MetroBus-Linie 6

Nach der Neugestaltung der Langen Reihe erfolgte Ende 2016 der Umbau der Kirchenallee im Einmündungsbereich zur Ernst-Merck-Straße.

Die zwischen den Verkehrsplanern des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) und der örtlichen Bürgerinitiative in der Papenhuder Straße entwickelte Verkehrsplanung befindet sich derzeit in der baulichen Umsetzung.

MetroBus-Linie 5 und 7
Der Umbau auf den MetroBus-Linien 5 und 7 ist weitestgehend abgeschlossen. Es erfolgen noch geringfügige Anpassungen der Signalschaltungen im Linienverlauf.
MetroBus-Linie 20 und 25
Die Haltestellen entlang der Martinistraße im Bereich des Universitätskrankenhauses Eppendorf sind barrierefrei ausgebaut worden. Ebenfalls neu gestaltet wurde die Kellinghusenstraße inklusive der Bushaltestellen zur U-Bahn.

Vollständige Barrierefreiheit

Die barrierefreie Gestaltung des ÖPNV ist ein wichtiges gesellschaftspolitisches Ziel, das mit dem novellierten Personenbeförderungsgesetz (PBefG) noch stärker in den Fokus von Öffentlichkeit und Politik gerückt ist. Gemäß PBefG müssen die Nahverkehrspläne das Ziel verfolgen, bis zum 1. Januar 2022 die vollständige Barrierefreiheit im ÖPNV zu erreichen.

Vor dem Hintergrund der PBefG-Novelle hat der HVV im Jahr 2014 einen gemeinsamen Arbeitsprozess mit den Aufgabenträgern, Verbundverkehrsunternehmen und Vertretern der Zielgruppen in Hamburg und im Umland angestoßen. Ziel ist es, einheitliche Standards für die barrierefreie Gestaltung von Haltestellen, Fahrgastinformationen und Fahrzeugen im HVV-Gebiet weiterzuentwickeln und abzustimmen. Hierfür finden seit 2015 Facharbeitskreise unter der Federführung des HVV statt. Anfang 2016 wurde ein Mindeststandard für den barrierefreien Neu-, Aus- und Umbau von Bushaltestellen im HVV-Gebiet verbindlich festgelegt. Ein Leitfaden fasst die festen baulichen Standards sowie weitere Empfehlungen für Baulastträger zusammen und beschreibt Handlungsoptionen, die in der örtlichen Anwendung abzuwägen sind. Für den Soll-Ist-Abgleich des Ausbauzustandes der Bushaltestellen wird derzeit ein zentrales Haltestellenkataster aufgebaut. 2017 findet die Bestandsaufnahme aller Bushaltestellen in Hamburg sowie in den Kreisen Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg statt. Mithilfe dieser Daten können bauliche Maßnahmen definiert und priorisiert werden, um den Mindeststandard zu erreichen. Außerdem liegt im Jahr 2017 der Fokus auf der Erarbeitung von Standards zur barrierefreien Gestaltung der Fahrgastinformationen im HVV.

Geplante Abschnitte für die nächsten Jahre

Legende

 Baubeginn 2015/Inbetriebnahme 2016
 Baubeginn 2016/Inbetriebnahme siehe Jahreszahl
 Baubeginn 2017/Inbetriebnahme siehe Jahreszahl

 Baubeginn 2018/Inbetriebnahme siehe Jahreszahl
 Baubeginn 2019/Inbetriebnahme siehe Jahreszahl
 Baubeginn 2020

Anbindung Osdorfer Born

Der System- und Variantenvergleich für eine Schnellbahn über Lurup zum Osdorfer Born wurde mit einer Empfehlung zum weiteren Vorgehen beendet. Da sich nach der ersten Vergleichsrunde weder eine Variante aufdrängte, noch Varianten als ungeeignet ausgeschlossen werden konnten, wurde eine vertiefte Betrachtung der zwei entscheidenden Parameter „wirtschaftliche Perspektive“ und „Impulswirkung für die Stadtentwicklung“ mit weiterhin allen Varianten erforderlich. Insgesamt gab es zwei Nord-, drei Süd- und zwei Kombivarianten.

Varianten der vertiefenden Machbarkeitsuntersuchung

Wirtschaftliche Perspektive
Hier schnitt die U5 Nord (ab Siemersplatz) klar am besten ab. Sie erzielt durch ihre tangentiale Streckenführung relativ hohe verkehrliche Effekte. Hierzu bedarf es einer vergleichsweise geringen Leistungsausweitung in Form einer Linienverlängerung ab Siemersplatz. Die anderen sechs Varianten hatten entweder einen höheren Investitions- bzw. Betriebsaufwand ohne gleichermaßen höheren Nutzen oder es gab verkehrliche Nachteile, die geringere Kosten überlagerten.
Impulswirkung für die Stadtentwicklung
Wegen der Trassenführung durch verdichtete Stadtgebiete schnitten die Süd-Varianten hier durchweg besser ab als die Nordvarianten, wozu auch die Erschließung des Entwicklungsschwerpunktes Bahrenfeld beitrug. Letztlich setzte sich hier die S32 Süd (ab Diebsteich/Altona Nord) durch, da sie im Vergleich zur U5 Süd (ab Hoheluftbrücke) deutlich geringere Kosten und im Vergleich zur S2 Süd (ab Ottensen) verkehrliche Vorteile, vor allem bei den Fahrzeiten, aufweist. Die höchste Bewertung der Kombi-Varianten in diesem Punkt wurde durch deren hohe Kosten aufgezehrt.
Ergebnis und weiteres Vorgehen
Der Vergleich erbrachte auch in seiner zweiten Runde keine eindeutige Vorzugsvariante. Daher wird die folgende Machbarkeitsuntersuchung 2017/2018 zwei Varianten umfassen: Die U5 Nord und die S32 Süd.

HVV-Verbundbericht 2016

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